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Hoffest – Reminiszenz

Nach dem Fest: „Kultur trifft Kulturen“
Ja, es war tatsächlich ein Treffpunkt der Kulturen, unser diesjähriges Hoffest.

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Nicht nur die Besucher waren bunt gemischt, auch das Programm. Aus aktuellem Anlass wollten wir das Fest mit Künstlern aus Syrien, die oft in ihrer Heimat sehr bekannt waren, gestalten. Sie sind geflüchtet und nun in Deutschland angekommen. Haben wenig oder keine Auftritts- bzw. Arbeitsmöglichkeiten. Diese konnten wir ihnen bieten. Gleichzeitig haben wir einen kleinen Einblick in die mecklenburgische Tradition geben können. Tanz webKinder unserer Theatergruppe tanzten in Originaltrachten aus Mecklenburg. Aber wir wollten noch mehr. Es war uns wichtig, dass die Menschen auf dem Lande, vor Ort, ganz direkt, aus erster Hand und über die Kultur erfahren, wie es den Geflüchteten tatsächlich geht. Über diverse ehrenamtliche Tätigkeiten in der Flüchtlingshilfe haben wir selbst einen guten und oft emotional aufwühlenden Eindruck erhalten und Kontakte zu geflüchteten Künstlern finden können.
Hoffest16-Malek-webSo erhielt der junge Künstler, Malek Al Dousheh, den notwendigen Raum und entsprechendes Material, um kreativ tätig zu werden. Dabei entstanden mehrere Bilder, die in einer neuen Ausstellung gezeigt wurden, und ein Kaskadenbrunnen auf dem Hof.

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Ute Kotte wiederum steuerte mit ihrem Theater Maskotte das deutsche Märchen vom „Rotkäppchen“ bei, humorvoll und einfallsreich.

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Der Abend gehörte dann ganz der arabischen und kurdischen Musik. Traditionelle arabische Klänge wurden modern interpretiert von Maher Fakouh auf dem Fagott und Saad Wakil am Piano. Siyar und Dari webŞiyar Agirî brachte virtuos und einzigartig die Tanbur (Langhalslaute) zum Klingen. Diese kurdischen Rhythmen und Töne gingen nicht nur ins Ohr, sondern auch in die Beine. Es wurde viel getanzt. Weit gereist war Ebdulbasit Darî. Er kam extra aus Wien, um hier im Norden von seiner Heimat Syrien, wo ihn jeder kennt, zu singen. Ein Gesang, der die Herzen öffnete.
Mit diesem schönen Auftakt konnten wir vermitteln und über die Kunst ein anderes Verständnis für die Flüchtlingsproblematik erreichen. Buffet webNicht zuletzt ebenso über die Esskultur, denn Liebe geht bekanntlich durch den Magen. So gehörte zum Fest auch ein köstliches, syrisches Buffet, welches im Vorfeld gemeinsam gekocht, gestaltet und in Rekordzeit verzehrt wurde. Petersilie fuer Tabulah web
Fotos: Martin Martens, Saoud Farman

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