25 km/h

Der Film- und Literaturklub lädt am Freitag, 7. Juni, um 19.30 Uhr, ins Generationen-Kino ein: Es läuft der Film „25 km/h“, D 2018, FSK ab 6. Die Brüder Christian (Lars Eidinger) und Georg (Bjarne Mädel) haben sich seit 30 Jahren nicht gesehen und treffen sich ausgerechnet auf der Beerdigung ihres Vaters wieder. Zunächst herrscht zwischen den beiden ungleichen Geschwistern noch Funkstille, Tischler Georg hat den gemeinsamen Vater bis zu dessen Tod gepflegt, Manager Christian war hingegen seit Jahren nicht mehr in der Heimat. Doch auf dem Leichenschmaus kommt dann Alkohol ins Spiel und so beschließen die beiden Ü-40er kurzerhand, die Mofa-Tour quer durch Deutschland nachzuholen, die sie eigentlich schon als Jugendliche unternehmen wollten. Vom Schwarzwald bis nach Rügen soll die Reise gehen und dabei nie schneller als 25 km/h – dafür haben die entfremdeten Brüder auf diese Art umso mehr Gelegenheit für jede Menge Abenteuer und umso mehr Zeit, sich wieder näherzukommen.
Das Erfolgsteam ist wiedervereint: Acht Jahre nach ihrem größten Triumph, der warmherzig-nostalgischen DDR-USA-Roadmovie-Komödie „Friendship!“ (der erfolgreichste deutsche Kinostart des Jahres 2010), arbeiten Regisseur Markus Goller („Simpel“) und Drehbuchautor Oliver Ziegenbalg („Frau Müller muss weg“) erstmals wieder zusammen. In ihrem Mofa-Roadmovie „25 km/h“ servieren sie nun jede Menge Schwarzwälder Lokalkolorit, während sie mit ihren zwei gegensätzlichen Protagonisten auf eine episodenhafte Deutschlandreise gehen, die die Brüder Christian und Georg näher zueinander und zu sich selbst führt. Was jetzt nicht gerade nach der allerfrischesten Idee für eine Kinogeschichte klingt, entpuppt sich als hochsympathische Roadmovie-Komödie mit melancholischen Absackern. Immer wieder durchbricht Goller die gängigen Genreklischees und überrascht mit Szenen, die gegen den Strom schwimmen.

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