Der Dolmetscher

Der Filmklub lädt am Freitag, 7. Februar, um 19.30 Uhr, ins Generationen-Kino ein: Es läuft der Film „Der Dolmetscher“, Tschechische Republik, Österreich, Slowakei, 2018, FSK ab 12.
Der 80-jährige Ali Ungár (Jiri Menzel) stößt auf ein Buch eines einstigen SS-Offiziers, in dem dieser seine Aktivitäten in der Slowakei zur Zeit des Krieges beschreibt. Es stellt sich heraus, dass er Alis Eltern hinrichtete, woraufhin sich der Mann auf eine Rachemission begibt, auf der er allerdings nur den Sohn des SS-Offiziers antrifft: Georg (Peter Simonischek), einen Lehrer im Ruhestand. Dieser ist dem überraschenden Besuch gegenüber zwar erst abweisend eingestellt, sieht in dem Gast dann aber die Chance, den dunklen Teil seiner Familiengeschichte endlich aufzuarbeiten. Die beiden beginnen eine Reise durch die Slowakei, um die noch lebenden Zeitzeigen und ihre Nachkommen aufzustöbern und mit ihnen zu sprechen. Trotz einiger Spannungen erleben die Senioren aber auch immer wieder komische Momente zusammen und finden ineinander genau die Person, die sie als Zuhörer immer gebraucht haben.
Der österreichische Schauspieler Peter Simonischek hat für seine Darbietung in Maren Ades Meisterwerk „Toni Erdmann“ nicht nur den Europäischen Filmpreis als Bester Schauspieler gewonnen, sondern als anarchischer Titelheld mit falschen Zähnen vor allem eine kultverdächtige Figur geschaffen. Etwas von der ganz besonderen Energie dieses Lehrers im Ruhestand ist auch in Simonischeks neuem Film zu spüren, der slowakisch-tschechisch-deutschen Co-Produktion „Der Dolmetscher“. Dort spielt der Mime einen Lebemann und Tunichtgut, der mit den Kriegsverbrechen seines verstorbenen SS-Offizier-Vaters konfrontiert wird.

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