Der Junge muss an die frische Luft

Der Film- und Literaturklub lädt am Freitag, 30. August, um 19.30 Uhr, ins Generationen-Kino ein: Es läuft der Film „Der Junge muss an die frische Luft“, D 2018.
Verfilmung der gleichnamigen Autobiografie von Hape Kerkeling, die sich um den Suizid seiner Mutter dreht und seinen Werdegang im Showgeschäft nachzeichnet. Königin Beatrix, Horst Schlämmer und Gisela aus Korschenbroich sind nur ein paar der Figuren, die Comedy-Altmeister Hape Kerkeling über die Jahre geschaffen hat. Aus der deutschen Populärkultur ist Kerkeling nicht mehr wegzudenken. Zumal Begriffe wie „Hurz“ oder die Phrase „Nein, isch möschte nischt“ längst in den allgemeinen Sprachgebrauch übergegangen sind. In seiner Autobiografie „Der Junge muss an die frische Luft“ beschreibt Kerkeling seinen Lebensweg, der auch düstere Phasen hatte. Bevor Hape Kerkeling sich im Fernsehen und die geliebten Comedy-Figuren verwandelt, wächst Hans-Peter (Julius Weckauf) im Ruhrpott auf. Der Junge hat Witz, Energie und ist nie um einen flotten Spruch verlegen. Obwohl das Leben im Ruhpott nicht immer leicht ist, gelingt es dem Jungen, mit seiner genauen Beobachtungsgabe immer wieder zu überraschen und den grauen Alltag der frühen 1970er aufzuheitern. Doch dann erlebt auch er ein schweres Trauma.Als seine Mutter Margret (Luise Heyer) wegen einer chronischen Kieferhöhlenentzündung operiert wird, verliert sie ihren Geruchs- und Geschmackssinn und stürzt in eine tiefe Depression. Weder Hans-Peter noch dessen Vater Heinz (Sönke Möhring) wissen, wie sie mit der Niedergeschlagenheit von Margret umgehen sollen. Im Jahr 1973 bringt sie sich um. Hans-Peter wird von seiner Großmutter „Omma Änne“ (Hedi Kriegeskotte) aufgenommen und ermutigt, an seinem Lebensmut festzuhalten.
Verfilmt wird die Geschichte von Oscarpreisträgerin Caroline Link. Inhaltlich befasst sich die Autobiografie vor allem mit Hape Kerkelings Jugend in Recklinghausen. Nach dem Suizid seiner Mutter im Jahr 1973 steht vor allem die Bindung zur Großmutter im Mittelpunkt.
Mit Julius Weckauf hat Caroline Link nach einer großangelegten, deutschlandweiten Casting-Aktion einen wundervollen Nachwuchsdarsteller gefunden, um Hape Kerkeling zu verkörpern. Gewitzt, etwas pummelig, aber keineswegs betrübt dadurch spielt der „Wonneproppens“ in seiner ersten Kinorolle auf. An der Seite von Weckauf stehen Luise Heyer und Sönke Möhring als Eltern und Hedi Kriegeskotte als Großmutter.

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