Familienkino mit „Heidi“

Der Film- und Literaturklub lädt am Freitag, 20. Dezember, um 17.00 Uhr, zum Familienkino ein: Es läuft der Film „Heidi“, Schweiz, D 2015.
Waisenmädchen Heidi (Anuk Steffen) lebt mit seinem Großvater, dem Almöhi (Bruno Ganz), abgeschieden in einer kleinen Holzhütte in den Schweizer Bergen. Sie und ihr Freund, der Geißenpeter (Quirin Agrippi), hüten die Ziegen und führen ein unbeschwertes Leben. Doch eines Tages wird Heidi von ihrer Tante Dete (Anna Schinz) aus der Almidylle herausgerissen und nach Frankfurt gebracht, wo sie in der Familie des wohlhabenden Herrn Sesemann (Maxim Mehmet) untergebracht wird. Heidi soll die Spielgefährtin für die im Rollstuhl sitzende Tochter Klara (Isabelle Ottmann) geben und unter der Aufsicht des strengen Kindermädchens Fräulein Rottenmeier (Katharina Schüttler) lesen und schreiben lernen. Zwar freundet sich Heidi schnell mit Klara an und entwickelt langsam eine Leidenschaft für Bücher – ihre Sehnsucht nach den geliebten Bergen und ihrem Großvater wird dadurch aber nicht geringer…

Schon in der Stummfilmzeit wurden die beiden 1880/81 erschienenen „Heidi“-Romane von Johanna Spyri fürs Kino adaptiert, im Laufe der Jahrzehnte folgten zahlreiche weitere Filme, später auch Fernsehserien (am bekanntesten ist in Deutschland immer noch die japanische Anime-Serie von 1974), Comics, Musicals und anderes. Nach der Realfilm-Neuauflage des Schweizers Markus Imboden aus dem Jahr 2001 und vor der kommenden französischen 3D-Animationsserie „Heidi 3D“ legt der schweizerisch-deutsche Filmemacher Alain Gsponer nun eine weitere Verfilmung der weltweit bekannten Bestseller vor. Der Regisseur, der mit „Das kleine Gespenst“ zuletzt bereits einen anderen Kinderbuchklassiker auf die Leinwand brachte, hält bei seiner exzellent besetzen Version die Balance zwischen Werktreue und Modernisierung: Seine „Heidi“ ist die aufgeweckte Heldin einer versöhnlichen Emanzipations- und Familiengeschichte…

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