Transit

Der Film- und Literaturklub lädt am Freitag, 7. September, um 19.30 Uhr, ins Generationen-Kino ein: Es läuft der Film „Transit“, D, Frankreich 2018, FSK ab 12.
Georg (Franz Rogowski), ein deutscher Flüchtling, reist gerade noch rechtzeitig von Paris nach Marseille, bevor die deutschen Truppen ihn in der französischen Hauptstadt verhaften können. Doch auch Marseille ist nur eine Übergangsstation, bleiben darf nur, wer beweisen kann, dass er auch wieder zu gehen plant. Das kann Georg leicht bewerkstelligen, führt er doch im Gepäck die Papiere des Schriftstellers Weidel mit sich, der Selbstmord begangen hat – darunter auch die Zusicherung, von der mexikanischen Botschaft ein Visum ausgestellt zu bekommen. Georg nimmt die Identität Weidels an und lässt sich in der Hafenstadt gemeinsam mit all den anderen Flüchtlingen treiben, in der Hoffnung, ein Ticket für eine Schiffspassage ergattern zu können. Dann trifft er Marie Weidel (Paula Beer) und verliebt sich in die geheimnisvolle Frau, die nach ihrem verschwundenen Ehemann sucht – einem Schriftsteller…
Nachdem er in „Phoenix“ das Holocaust-Drama als Film noir in der Tradition von „Vertigo“ neu gedacht hat, treibt Christian Petzold („Die innere Sicherheit“) das Konzepthafte dieser Arbeit nun endgültig auf die Spitze: Statt seinen Berlinale-Wettbewerbsbeitrag „Transit“ während des Zweiten Weltkriegs spielen zu lassen, der Zeit des 1944 erstveröffentlichten Gegenwartsromans von Anna Seghers, verortet Petzold seine Adaption stattdessen im heutigen Frankreich.

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