Verflochten und Erklettert – Ein Ferienabenteuer

In den Ferien, vom 9. bis 13. Juli, jeweils von 9.00 bis 14.00 Uhr, können Jugendliche unter Anleitung von Jördis Kalisch die Stadt Gnoien auf eine ungewöhnliche Art und Weise neu erobern und entdecken, diese erklettern und verflechten.
In Großstädten ist das „Buildering“, Gebäudeklettern oder Urban Bouldern längst ein Begriff, in Gnoien jedoch wird es vollkommenes Neuland sein. Es ist eine Form des Kletterns und Boulderns im städtischen Raum an künstlichen Strukturen und von Menschenhand geschaffenen Objekten und Bauten. Das Schöne daran ist, man kann es nur gemeinsam schaffen. Denn geklettert wird ohne Seil in einer Höhe von 3 bis 5 Metern. Man braucht die Hilfe der anderen, die Gruppendynamik ist somit entscheidend und ein Ziel des Projektes. Nur durch die Mitwirkung der Gruppe kann man bouldern, da sie absichert, dass die Matten während des Kletterns so verschoben werden, dass derjenige, der klettert, immer weich landet und fallen kann. Außerdem muss er gespottet werden.
Spotten bedeutet:
Ziel des Spottens ist es, ein unkontrolliertes Abstürzen oder Aufprallen am Boden zu vermeiden. Während des Boulderns selbst greift der Spotter aber natürlich nicht ein, denn das würde die Bewegungsabläufe bloß behindern. Bei einem Abflug versucht der Spotter jedoch nicht, den anderen aufzufangen, sondern seinen Oberkörper mit seinen Händen in eine aufrechte Position zu drücken.
Ein weiterer Effekt der Ferienwoche ist es, dass bei der gemeinsamen Suche nach interessanten, spannenden, aber auch möglichen Orten im Stadtgebiet, Gnoien neu entdeckt und erforscht werden kann. Besonders hässliche, verlassene oder vergessene Orte dabei zu finden, die plötzlich durch die Möglichkeit des Boulderns einen neuen Sinn und Schönheit bekommen, ist ein Ziel des Unterfangens. Hier ist der zweite Teil des Projektes gefragt, das Flechten. Es ist geplant, ein gemeinsames Geflecht aus alten Stofffetzen oder anderen Abfall-Materialien oder Naturmaterialien herzustellen. Dieses Kunstobjekt, an dem jeder der Gruppe mitwirken muss, damit es gelingt, soll dann einen Kletterort verschönern. Alle müssen für das Geflecht an einem Strang ziehen, so ist die Technik konzipiert.
Eine Ferienwoche voller Abenteuer und neuen Möglichkeiten für Jugendliche soll es werden. Eine Woche, die vielleicht Spuren in Gnoien hinterlässt. Das wäre das Beste und wenn dann noch eine kleine Bouldergruppe auf Dauer entstehen würde, wäre die Nachhaltigkeit des Vorhabens gesichert. Gefördert wird das Projekt vom Landesverband Soziokultur in M-V.

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